Fünf Werkzeuge und geführte Meditationen, um dein Nervensystem zu regulieren. Zum Mitmachen, in deinem eigenen Tempo. Klicke, atme, spüre.
Jede Übung wirkt am besten, wenn dein System vorher etwas zur Ruhe kommt. Nimm dir einen ruhigen Ort, schließe wenn möglich die Augen und atme ein paar Mal bewusst. Die Symbole führen dich durch die Phasen jeder Anleitung.
Wandere mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch den Körper. Tippe eine Station an oder starte die geführte Reise und lass dich Stück für Stück führen. Es gibt nichts zu bewerten, nur wahrzunehmen.
Beginne am Kopf. Lass die Aufmerksamkeit über die Kopfhaut wandern. Spüre Kratzen, Druck oder Kribbeln und nimm es bewusst wahr.
Warum das wirkt: Dieses bewusste Spüren stärkt die Interozeption, die Wahrnehmung der inneren Körpersignale. Es holt dich aus dem Denken zurück in den Körper und ist die Basis für jede tiefere Regulation.
Ein Anker im Körper, zu dem du jederzeit zurückkehren kannst. Ideal vor Aufnahmen, Gesprächen oder Präsentationen, um aus Ruhe statt aus Anspannung zu handeln. Folge den Schritten in deinem Tempo.
Suche dir einen ruhigen Ort und schließe die Augen. Spüre kurz bewusst in deinen Körper und atme drei Mal tief ein und aus, um dich einzustimmen.
Richte die Aufmerksamkeit nach innen und suche einen Ort der Ruhe und Sicherheit im Körper. Das kann ein Organ, ein Körperteil oder ein ganzer Bereich sein. Findest du keinen, geh zum Herzraum und stell dir vor, wie er sich öffnet und dir Geborgenheit schenkt.
Begib dich mental an diesen Ankerplatz. Stell ihn dir vor als vertrauten Ort in der Natur oder als entspannten Platz wie eine Hängematte. Nimm Farben, Klänge und Atmosphäre wahr und fühle, wie du gehalten und geführt wirst.
Lass dich nieder, setze oder lege dich hin, wenn du den Impuls verspürst. Verweile an diesem Kraftort, solange es dir guttut, und tanke ruhige Lebensenergie.
Wenn du bereit bist, bleibe zunächst mit etwa der Hälfte deines Bewusstseins in diesem Anker. Atme drei Mal tief ein und aus, öffne dann langsam die Augen und komme ganz in die Gegenwart zurück.
Warum das wirkt: Der Anker führt dich vom Gaspedal, dem Sympathikus, hinüber zur Bremse, dem Parasympathikus. Dein System schaltet von Alarm auf Sicherheit, und aus diesem Zustand fällt alles leichter.
Manche Themen lassen sich nicht wegdenken. Über ein inneres Bild werden sie greifbar. Ein Gefühl von Enge, Druck oder Schwere bekommt eine Form, und mit dieser Form lässt sich arbeiten, ganz ohne bewusst verstehen zu müssen, was oder warum. Die Arbeit geschieht über das Unterbewusstsein und über Bilder.
Voraussetzung, Sicherheit zuerst. Dein Gegenüber braucht genug ventralen Vagustonus, also einen regulierten, sicheren Zustand. Aus Alarm heraus funktioniert diese Arbeit nicht. Reguliere erst, dann arbeite mit dem Bild.
Lenke die Aufmerksamkeit auf das Thema oder das Körpergefühl. Vielleicht zeigt es sich als Enge, Druck, Schwere oder Blockade. Dann stellst du die Schlüsselfrage und lässt das erste Bild kommen, ohne es zu bewerten.
Lass dein Gegenüber das Objekt so genau wie möglich beschreiben. Je konkreter das Bild, desto besser lässt sich damit arbeiten. Tippe eine Eigenschaft an, um die passende Frage zu sehen.
Jetzt kommt Bewegung hinein. Frage nach dem Impuls und folge dem, was entstehen möchte.
Bleibt die Empfindung gleich, lade zum Spüren und Erlauben ein. Vielleicht verkörpert dein Gegenüber das Objekt, verändert Position, Spannung oder Atmung. Dann sprichst du die Metapher direkt an, mit ihrem Namen, aus einer neutralen Haltung.
Führe sanft aus der Arbeit heraus, zurück in den Körper und in den Raum. Danach besprecht ihr gemeinsam, was sich gezeigt hat. Welchen Schutz das Symptom hatte, was es gebraucht hat und was jetzt einen Veränderungsprozess einleiten darf.
Es gibt immer einen Grund für das Symptom. Es ist ein Schutz des Nervensystems, der einmal sinnvoll war. Verstehst du den Schutz, kann Veränderung beginnen.
Eine Reise durch deine Energiezentren, von der Verbindung zur Erde bis zur Krone. Tippe ein Zentrum an oder steige geführt auf. Die Farben und Bilder sind Einladungen. Deine eigene Wahrnehmung entscheidet, was sich zeigt.
Lass immer Raum für persönliche Energie. Du gibst die Struktur, die Bilder entstehen im Menschen selbst.
Eine schamanische Reise durch die drei Welten zu deinem Krafttier und deinem persönlichen Kraftort. Es geht nicht darum, viele Bilder zu sehen, sondern deiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Alles ist willkommen, es gibt kein richtig oder falsch.
Schließe die Augen und stelle dir vor, du bist an einem Ort in der Natur. Wähle ihn nicht bewusst. Lass entstehen, was entstehen möchte.
Während du den Ort erkundest, bemerkst du ein Portal, eine Schwelle zwischen den Welten. Betrachte es aufmerksam.
Wenn es sich stimmig anfühlt, durchschreite das Portal.
Deine WahrnehmungDu bemerkst, dass du nicht allein bist. Ein Begleiter erscheint, ein Krafttier, ein Wesen, das dich unterstützt. Suche es nicht, lass es sich zeigen.
Dein Krafttier führt dich an einen Ort, der tief mit deiner Seele verbunden ist. Ein Ort deiner Kraft, deiner Wurzeln, deiner inneren Weisheit. Nimm dir Zeit, ihn zu erkunden.
Die Reise endet nicht am Kraftort. Die bewusste Rückkehr gehört dazu. Bedanke dich bei deinem Krafttier und deinem Kraftort und nimm dein Geschenk bewusst ins Herz. Folge dem Weg zurück, durch das Portal, an deinen Naturort, zurück in deinen Körper. Spüre Boden, Atem und Kleidung, bewege Finger und Zehen, und wenn du bereit bist, öffne die Augen.
Dein Geschenk aus der ReiseLass immer Raum für persönliche Energie. Du hältst den Raum, die Reise findet die Person in sich selbst.
Wähle ein Werkzeug, das sich für dich stimmig anfühlt, und übe es lieber kurz und oft als selten und lang. So lernt dein Nervensystem Sicherheit als neue Gewohnheit. Du kannst jederzeit zu diesen Anleitungen zurückkehren.
Hinweis: Diese Übungen dienen der Selbstregulation und Bildung. Sie ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn Belastendes auftaucht, das dich überfordert, oder bei gesundheitlichen Vorbelastungen sprich bitte mit einer fachkundigen Person.
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